Sodala,
vier Tage Internationaler Comic Salon Erlangen (CSE) sind vorbei, und bis zum Bericht in den nächsten MifüMis dauert es noch etwas, deshalb hier schon einmal eine erste Rückschau.
Mein Eindruck nach diesen vier Tagen: Unser Auftritt beim CSE hat sich sehr gelohnt!

§1 unserer Satzung ("Ziel der Organisation ist die Pflege, Förderung und Verbreitung donaldistischen Sinngutes.") haben wir aus meiner Sicht sehr gut eingelöst. Wir haben viele Gespräche geführt, auf unsere regionalen Stammtische hingewiesen, viele "inaktive" Donaldisten getroffen und etliche Nicht-Donaldisten erlebt, die erstaunlich Barks- und Fuchs-fest waren.

Gerade für uns in Franken, die wir dieses Jahr unseren ersten Stammtisch abhalten werden, war es schön zu sehen, wie groß das regionale Interesse am Austausch ist.

Außerdem konnten wir auf das Erika Fuchs-Haus aufmerksam machen, das vielen noch gar nicht bekannt war.

Das virtuelle 3D-Entenhausen von Uwe Zimmermann, das wir schon in Flensburg kennengelernt hatten, hatten wir ebenfalls am Stand, und es sorgte für viel Aufmerksamkeit und Spaß.

Die Druckerzeugnisse gingen zu denselben Preisen wie im Versandservice über den Tisch, und die T-Shirts gaben wir gegen eine Spende in selbstgewählter Höhe ab. Einen riesigen Gewinn haben wir sicherlich nicht gemacht.

Wer im Vorfeld befürchtet hatte, es gehe vor allem ums Geldverdienen, hat das Format dieses Festivals meines Erachtens missverstanden: Anders als bei den Verlagen ging es uns v.a. um Begegnungen, Gespräche und Sichtbarkeit. Wenn am Ende ein paar wenige Taler übrigbleiben, ist das angesichts von Vorbereitung, Material und Einsatz völlig in Ordnung. "Kommerziell" war das Ganze jedenfalls nicht.

Was mir besonders gefallen hat: die guten Gespräche und das Interesse anderer Zeichner – wann tummeln sich schon einmal Paco Rodriguez, Florian Satzinger, André Milewski und Ulrich Schröder an einem Stand, der nicht Ehapa heißt? Insgesamt habe ich sehr viel positives Feedback (a.e.m.h.j.E.s.) dazu gehört, dass wir uns auf dem CSE gezeigt haben und man uns dort auch einmal persönlich kennenlernen konnte.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Junge von etwa 11 oder 12 Jahren: Mitglied der D.O.N.A.L.D., hat in der 4. Klasse schon ein Vortrag über Carl Barks gehalten, erster Besuch des CSE – und dann gleich ein Stand der D.O.N.A.L.D. mit Zeichnung / Signatur von Paco. Mehr geht nicht. Ich hoffe, er kommt zum Franken-Stammtisch!

Ja, es war anstrengend, und ja, nicht alles lief perfekt. Aber es hat auch viel Spaß gemacht, und für mich hat sich unser Einsatz gelohnt, um §1 unserer Satzung zu erfüllen. Denn was der Wille erstrebt, erreicht er. Zack!

Und an diejenigen, die unseren Stand im Vorhinein kritisch gesehen haben: Schaut es euch beim nächsten Mal einfach selbst an oder verbringt eine Stunde mit am Stand. Dann wird schnell deutlich, worum es dort tatsächlich geht. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass wir so etwas wieder machen sollten – nicht aus kommerziellen Gründen, sondern weil es für Sichtbarkeit, Austausch und Nachwuchs der D.O.N.A.L.D. wirklich etwas bringt. Noch ein Zack!

So, Oma Duck geht jetzt schlafen, morgen früh geht's wieder rund auf dem Bauernhof!