2+2=5. Abweichende Arithmetik?
14.07.2026, 20:05:43
(bearbeitet)
Die Formeln des Hundes sind interessant. Es handelt sich um die Laplace-Gleichung in zwei Dimensionen. Diese Gleichung ist eine der zentralen partiellen Differentialgleichungen der Physik und Mathematik. Sie beschreibt sogenannte harmonische Funktionen, die keine lokalen Maxima oder Minima haben.
Der Terme in der Mitte sieht nach Koeffizienten aus, wie man sie z. B. bei Fourier-Reihenansätzen zur Erfüllung von Randbedingungen bekommt.
Der dritte Term ist eine partielle Ableitung nach der zweiten Koordinate x2, das könnte eine
Verallgemeinerungen auf höhere Dimensionen sein.
Was es aber nicht ist: Eine "Infinetesimalrechnung höchsten Grades mit zahllosen Unbekannten".
Es gibt genau eine unbekannte Funktion, die von zwei unabhängigen Variablen abhängt. Das ist eine partielle Differentialgleichung mit 2 Variablen – nicht mit "zahllosen" Unbekannten.
Es handelt sich zudem um Ableitungen zweiter Ordnung. Das ist die Standardordnung für die viele physikalisch relevanten Probleme (z.B. Wärmeleitung, Wellengleichung, Elektrostatik). "Höchster Grad" wäre eher bei sehr hochgradigen Ableitungen oder nichtlinearen Termen hoher Potenz der Fall – das liegt hier nicht vor. Die Laplace-Gleichung ist sogar linear, was sie vergleichsweise einfach macht.
Die Hundegleichung ist also eine der am besten verstandenen und am häufigsten behandelten Gleichungen der mathematischen Physik – Studenten begegnen ihr meist schon im 2. oder 3. Semester, und recht sicher auch Dr. Spinnhirn. Sie ist elegant und wichtig, aber nicht "höchsten Grades".
In der Barks-Fassung ist übrigens von Newtonschen Potenzialfunktionen die Rede, was der Wahrheit näher kommt. Quadrantische Hyperbolen sind hierzulande jedoch unbekannt.
Das Ganze wirft ein weiteres schräges Bild auf die anatide Mathematik. Oder Dr. Spinnhirn hat keine Ahnung und will nur ein bisschen angeben.